Was tun bei Durchfall?

Was tun bei Durchfall?

Etwa einmal im Jahr trifft es jeden von uns: Durchfallerkrankungen zählen zu den häufigsten Darmbeschwerden. Aber was hilft bei Durchfall? Zunächst gilt es, Flüssigkeit und Elektrolyte zuzuführen, um die Verluste auszugleichen. Darüber hinaus sollten sich Betroffene schonen und eine weitere Belastung von Magen und Darm vermeiden. Welche Maßnahmen hierzu am besten geeignet sind, erfahren Sie hier.

Hilfe bei Durchfall: Basismaßnahmen

Zu den wichtigsten Basismaßnahmen bei Durchfall zählen folgende Bausteine

Flüssigkeit und Elektrolyte

Bei Durchfall verliert der Körper Flüssigkeit und Elektrolyte (Blutsalze). Der Ausgleich dieser Verluste ist daher die Basis jeder Durchfallbehandlung. Das ist wichtig, um einer Austrocknung (Dehydrierung) vorzubeugen. Etwa drei bis vier Liter pro Tag sollten Sie trinken, um Ihren Wasserhaushalt wieder ins Lot zu bringen. Ideal sind Mineralwasser ohne Kohlensäure oder Kräutertees. Mit Gemüsebrühe und stark verdünnter Fruchtsaftschorle können Sie ebenfalls für ein Plus an Flüssigkeit sorgen und zudem die wichtigen Elektrolyte und etwas Zucker zuführen. Tipp: Fertige Elektrolyt-Glucose-Lösungen aus der Apotheke bieten das richtige Mischungsverhältnis, um die Verluste gezielt auszugleichen. Zur Not lassen sich solche Lösungen aber auch selbst herstellen.

Schonkost

Bei Durchfall ist der Darm in Aufruhr – jede zusätzliche Belastung ist jetzt fehl am Platz! Verzichten Sie also auf fettige, stark gewürzte Speisen und greifen Sie besser zu leichter, stopfender Kost. Neben Zwieback sind zum Beispiel gekochter Reis, gedünstete Karotten, zerdrückte Banane oder geriebener Apfel mit Schale gut geeignet. Von Cola und Salzstangen wird heute abgeraten.

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Ruhe

In den meisten Fällen wird Durchfall von Viren ausgelöst, seltener durch Bakterien. Damit der Körper die Krankheitserreger erfolgreich bekämpfen kann, sollten Sie sich viel Ruhe und Schlaf gönnen.

Hygiene

Waschen Sie sich nach jedem Toilettengang gründlich die Hände und verwenden Sie ein Desinfektionsmittel. So reduzieren Sie die Gefahr, dass Sie die Keime auf Türklinken oder anderen Gegenständen verteilen. Um andere vor einer Ansteckung zu schützen, sollten Sie außerdem ein eigenes Handtuch verwenden und – wenn möglich – eine separate Toilette benutzen.

Wichtig: Durchfall und Erbrechen sollten grundsätzlich ärztlich abgeklärt werden, wenn Risikogruppen wie Säuglinge, Kleinkinder sowie ältere oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem betroffen sind!

Weitere Möglichkeiten der Durchfall-Behandlung je nach individuell vorliegender Ursache

Je nachdem, welche Ursache hinter dem Durchfall steckt, können zudem weitere Maßnahmen hilfreich sein:

  • Ernährungsumstellung: Wenn bestimmte Nahrungsmittel aufgrund einer Allergie oder Unverträglichkeit Durchfall hervorrufen, kann eine langfristige Ernährungsumstellung notwendig sein.
  • Arzneimittel-Wechsel: Tritt Durchfall als Nebenwirkung bestimmter Medikamente auf (z. B. Antibiotika, Mittel gegen Sodbrennen oder Bluthochdruck), sollten Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker Rücksprache halten. Eventuell ist der Wechsel auf ein anderes Präparat sinnvoll. Wichtig dabei: Eine Antibiotika-Therapie sollte niemals eigenständig vorzeitig beendet werden – es besteht die Gefahr der Resistenzentwicklung.
  • Stress-Abbau: Stress schlägt auf den Magen und wird unter anderem in Zusammenhang mit dem Reizdarm-Syndrom diskutiert, das Durchfall hervorrufen kann. Daher ist es grundsätzlich eine gute Idee, gerade bei wiederkehrenden Magen-Darm-Problemen auf Phasen der Entspannung zu achten. Dabei kann es unter anderem helfen, bestimmte Entspannungsmethoden (z. B. autogenes Training, progressive Muskelentspannung nach Jacobson) zu erlernen.
Gut zu wissen: Wenn Durchfall infolge einer Grunderkrankung auftritt, sollte diese gezielt behandelt werden. Sprechen Sie dazu mit Ihrem Arzt.

Tipps bei Durchfall

  • Viel trinken

    Viel trinken

    Durchfall entzieht dem Körper Flüssigkeit. Daher ist es jetzt wichtig, viel zu trinken – empfohlen werden drei bis vier Liter Flüssigkeit pro Tag. Als gute Orientierung, ob genügend Flüssigkeit aufgenommen wurde, dient die Farbe des Urins. Dieser sollte immer hellgelb sein.

    Stilles Wasser und Kamillen- oder Pfefferminztee sind gut geeignet, um die Flüssigkeitsverluste auszugleichen. Die in Schwarztee enthaltenen Gerbstoffe können darüber hinaus den Darm beruhigen und haben antibakterielle Eigenschaften. Drei Tassen Schwarztee pro Tag dürfen es sein!

    Wichtig: Bei Säuglingen, Kleinkindern, ältere Menschen sowie Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollte Durchfall immer ärztlich abgeklärt werden.
  • Elektrolyte zuführen

    Elektrolyte zuführen

    Bei Durchfall gehen wertvolle Blutsalze (Elektrolyte) wie Kalium und Natrium verloren. Elektrolytlösungen aus der Apotheke können für den nötigen Ausgleich sorgen. Alternativ lässt sich eine Elektrolytmischung auch selbst herstellen:

    Geben Sie in einen Liter Wasser (still aus der Flasche oder abgekochtes, kaltes Leitungswasser):

    • 4 TL Zucker
    • ¾ TL Kochsalz
    • 1 Glas Orangensaft (verwenden Sie abgepackten Orangesaft!)

    Anschließend gut umrühren und über den Tag verteilt insgesamt zwei Liter davon trinken (im Kühlschrank 24 Stunden haltbar).

    Wichtig: Gerade bei Kindern ist das optimale Elektrolyt-Glukose-Mischungsverhältnis wichtig. Verwenden Sie hier besser fertige Lösungen aus der Apotheke.
  • Tannacomp

    Tannacomp bei Durchfall: Zuverlässig. Sicher. Schnell

    Hochwirksam durch Aktiv-Schutz-Prinzip: Mit seiner einzigartigen Wirkstoffkombination aus natürlichem Tannin und Ethacridin dichtet Tannacomp die Darmwand ab und normalisiert die Darmfunktion. Der Durchfall wird schnell gestoppt. Zusätzlich besitzt Tannacomp desinfizierende und krampflösende Eigenschaften. So hemmt Tannacomp nicht nur das Wachstum schädlicher Bakterien, sondern lindert zusätzlich auch Bauchkrämpfe.

    Ein besonderer Vorteil: Die natürliche Darmbewegung wird nicht beeinträchtigt, sodass Erreger ungehindert ausgeschieden werden können. Die Alternative zu Motilitätshemmern!

    Für Erwachsene und Kinder ab 5 Jahren geeignet.



  • Ernährung bei Durchfall

    Ernährung bei Durchfall

    Der Darm ist bereits im Alarmzustand und sollte jetzt nicht unnötig „arbeiten“ müssen – daher ist bei Durchfall Schonkost angesagt. Leicht, fettarm und bekömmlich lautet die Devise! Geeignet sind zum Beispiel Zwieback, gedünstete Karotten oder Haferschleim. Auch ein geriebener Apfel (mit Schale!) hat sich bei Durchfall bewährt – denn die Schale enthält viel Pektin, das Wasser bindet. Zerdrückte Bananen sind eine beliebte Alternative.

    Erfahren Sie hier mehr zum Thema Was essen bei Durchfall.

  • Wann zum Arzt bei Durchfall?

    Wann zum Arzt bei Durchfall?

    In manchen Fällen ist ein Arztbesuch wichtig. Das gilt insbesondere, wenn die Beschwerden trotz der eingeleiteten Maßnahmen länger als 48 Stunden anhalten. Auch bei Durchfall mit Fieber über 38,5 Grad, Blut im Stuhl und/ oder stark beeinträchtigtem Allgemeinbefinden sowie bei Durchfall nach einem Auslandsaufenthalt z. B. in subtropischen Regionen sollte rasch ein Arzt aufgesucht werden.

    Wichtig: Durchfall bei Säugligen, Kleinkindern, älteren Personen (über 70 Jahre) sowie Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollte grundsätzlich ärztlich abgeklärt werden.
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